Ideal zum After-Work-Running
Beleuchtete Laufstrecke in Augsburg
von Wilfried Matzke (Herbst 2001)

Die positiven Auswirkungen auf Körper und Psyche sind beim Jogging direkt nach Feierabend besonders ausgeprägt. Das Abschalten vom stressigen Arbeitstag gelingt viel besser. After-Work-Running wird jedoch ab Herbst zunehmend problematisch. Das Unfall- und Sicherheitsrisiko schreckt die meisten vom Lauftraining in der Dunkelheit ab. Aber gerade in der bewegungsarmen Winterzeit ist ein regelmäßiger Ausdauersport sinnvoll. Gerd Bartel, Leiter des Augsburger Sport- und Bäderamtes, nahm sich für die Fuggerstadt dieser Problematik an. Innerhalb der Sportanlage Süd, flächenmäßig eine der größten kommunalen Anlagen Süddeutschlands, entstand nun eine neue Laufstrecke. Der sogenannte Max-Gutmann-Laufpfad wird durch die Flutlichter der Fußball-Trainingsfelder und weitere Lampen gut beleuchtet. Der Rundkurs mit einer Länge von 1730 Metern und einer Breite von 1,50 Metern wurde vom Sportamt in Eigenleistung realisiert. Das Material, ein für die Gelenke angenehmer Quetschsand, hat die Max-Gutmann-Stiftung finanziert. Der 1996 verstorbene Max Gutmann, der große Augsburger Sportmäzen und Ehrenbürger der Stadt, startete einst an der Sportanlage Süd zu seinen regelmäßigen Dauerläufen im Siebentischwald. Die Benutzung des Max-Gutmann-Laufpfads ist für alle Bürger zu den Öffnungszeiten der Sportanlage kostenlos möglich. Im Sportplatzgebäude an der Ilsungstraße stehen Kabinen zum Umkleiden und Duschen zur Verfügung. Wertsachen können in Schließfächern deponiert werden. Diese speziell angelegte und beleuchtete Laufstrecke gilt in Deutschland noch als Rarität. In nordeuropäischen Ländern und auch in der Schweiz zählen solche Breitensport-Einrichtungen zum Standard größerer Städte.

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